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Heilbronn Sehenswürdigkeiten
Marktplatz Die Platzanlage vor dem Rathaus erfüllt noch heute regelmäßig ihren Zweck. Wochenmärkte finden Dienstags, Donnerstags und Samstags Vormittag statt. Anfang September, beim populären Weindorf, ist der gesamte Bereich rund um das Rathaus von Tausenden von Zechern belagert. Der Weihnachtsmarkt belebt alljährlich vom 1. bis zum 4. Advent die Freifläche. Schon seit dem 13. Jahrhundert ist der Marktplatz Zentrumder Stadt. Später wurde er zu einer größeren Anlage mit direktem städtebaulichen Bezug zur Kilianskirche erweitert. Das Arenal war bis zur Heilbronner Bombenzerstörung 1944, von Patrizier- und Bürgerhäusern in Fachwerk und Stein eingegrenzt.
Kilianskirche Das bedeutendste Baukunstwerk der Stadt wurde nach dem irischen Wanderbischof St. Kilian benannt. Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Der originelle achteckige Turm der Kirche gilt als der erste Renaissance Turm nördlich der Alpen. Mit den Figuren am Westturm, stellte der Baumeister Hans Schweiner 1513, die religösen Missstände seiner Zeit dar. Der Turm mit dem Landsknecht wurde 1529 gekrönt. Der Hochaltar von Hans Seyger, der sich im Inneren der Kirche befindet, ist ein Spitzenwerk der spätgotischen Plastik- und Altarkunst. Im Salzbergwerk Kochendorf wurden die Figuren des Altars gelagert, als die Stadt 1944 bombadiert wurde. Sie überstanden die Zerstörung der Stadt. Der Altar wurde 1998 500 Jahre alt.
Fleischhaus Das eindrucksvolle Renaissancegebäube, dass1598 bis 1600 nach den Plänen des Baumeisters Hans Stefan erbaut wurde, hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. Es diente bis 1880 als Schlachthaus und Fleischbank. Dann war es Sitz der städtischen Botenmeister und im Obergeschoss tagte das reichsstädtische Gericht. Das Gebäude diente seit 1879 als Naturhistorisches Museum, unterbrochen von der Zerstörung und dem Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg. Von 1996- 1997 wurde es umfangreich renoviert und modernisiert.
Schießhaus Den schönsten Festsaal Heilbronns, den Rokokosaal, beherbergt das Schießhaus. Es wurde von 1769 bis 1771 erbaut. Der, vom Baumeister Johann Christoph Keller, errichtete Bau überstand unversehrt den zweiten Weltkrieg. Damals diente der Rokokosaal für Veranstaltungen nach Viehmärkten. Das Schießhaus mit seinem herrlichen Rosengarten ist heute festlicher Rahmen für Konzerte und repräsentativer Veranstaltungen.
Hafenmarktturm Der übriggebliebene Hafenmarktturm ist ein Rest des ehemaligen Franziskanerklosters, dass 1314 geweiht und 1688 von den Franzosen niedergebrannt wurde. Spenden der Bürger ermöglichten es, die Kirche zwischen 1698 und 1727 wieder aufzubauen. Nach dem zweiten Weltkrieg baute man aber nur den Turm wieder auf. Ein handgeschmiedeter Phönix aus der Asche bildet heute den Turmabschluss. Er ist das Symbol für das Wiederauferstehen der Stadt, nach dem Luftangriff im Dezember 1944. Im Inneren des Hafenmarktturms steht ein Gefallenenehrenmal. Es wurde von Paul Bonatz gestaltet und 1964 eingeweiht. Das Glockenspiel vom Turm erklingt täglich um 11.00 Uhr und um 19.30 Uhr. Das war die Zeit des Angriffs. Der Turm ist begehbar und man erhält den Schlüssel am Marktplatz im Verkehrsverein.
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